TURICUM
Zürich / Uster 1904–1914

EMBLEM

RECHTSFORMEN
Martin Fischer, Zürich, Schweiz 1904-1905
Turicum Automobil Aktiengesellschaft, Zürich, Schweiz 1905-1907
Turicum Automobil Aktiengesellschaft, Uster, Schweiz 1907-1914
PRODUKTIONDAUER
1904 - 1914 (1918)
TREIBENDE KRÄFTE
Martin Carl Fischer, Uhrenmacher, Fabrikant (Magneta AG) und Ingenieur, bis 19081867-1947
Paul Vorbrodt, Buchbinder, bis 1908 1862-1965
Dr. med. Adolf Friedrich Hommel von Wyk (Arzt, Chemiker), Finanzier u.a. auch der Magneta AG1851-1913
PRODUKTIONSSTANDORTE
Zürich, Plattenstrasse 14 (alte Kegelbahn) 1904
Zürich, Gloriastrasse 55 1904
Zürich, Forchstrasse 3071904-1905
Uster, Fabrik Bindschädler (ehemalige Seidenfabrik) in Niederuster, Seestrasse 98 - 102 1905
ANZAHL PRODUZIERTE FAHRZEUGE
ca. 1000
ANZAHL MITARBEITER
ca. 150 (1911)
JAHRESPRODUKTION
ca. 200 Fahrzeuge
GESCHICHTE
Das Unternehmen wurde 1904 von dem Uhrmacher Martin Fischer und seinem Partner Paul Vorbrodt gegründet. Es wurde zunächst in Zürich produziert und ab 1906 als Automobilfabrik Turicum AG (Turicum: Römische Bezeichnung Zürichs) in Uster. Martin Fischer verließ 1908 das Unternehmen, um unter seinem Namen Fischer-Automobile herzustellen. Das Unternehmen hatte im Jahr 1913 etwa 140 Mitarbeiter. Die Fahrzeuge wurden weltweit exportiert, es gab sogar Lizenzproduktionen in Frankreich und Böhmen. Zuverlässigkeits- und andere Wettfahrten brachten zahlreiche Erfolge. Nach etwa 1000 gebauten Fahrzeugen musste die Produktion jedoch im Jahr 1914 eingestellt werden.
FAHRZEUGE
1904 entstand ein fussgelenkter Prototyp eines Einsitzers, der mit einem Einzylinder-Motorradmotor und Einganggetriebe ausgestattet war. 1905 folgten mehrere Prototypen der 2. Generation mit Reibradgetriebe. Ein mit Leder bespanntes Reibrad nahm die Kraft dabei rechtwinklig von einer gusseisernen Schwungscheibe ab. Übersetzung und Fahrgeschwindigkeit ließen sich damit in sieben Stufen variieren. 1907 bis 1908 erhielten die Turicum der Typenreihe A luftgekühlte Einzylindermotoren mit 785 cm³ Hubraum (7 PS (5,1 kW) Leistung) oder 970 cm³ Hubraum. Schon 1907 gab es auch wassergekühlte Vier- und 1909 Zweizylindermotoren. Die Vierzylindermodelle (Typenreihen B und D) hatten 1944 cm³ Hubraum und 16 PS (12 kW), das Zweizylindermodell (Typenreihe C) 972 cm³ mit 8 PS (6 kW) Leistung. Sie waren bis Ende 1911 alle mit Reibrad- und danach (nur noch Vierzylinder) wahlweise auch mit Zahnradgetriebe ausgestattet und wurden in zahlreichen, unterschiedlichen Eigenkarosserien oder als Chassis angeboten.
WICHTIGSTE FAHRZEUGTYPEN
Typenreihe A (Einzylinder) 1907-1908
Typenreihe C (Zweizylinder)1909
Typenreihe B (Vierzylinder) 1907-1908
Typenreihe D (Vierzylinder ) 1909-1912
ERHALTENE BAUTEN / FRAGMENTE
Uster, Fabrik Bindschädler (ehemalige Seidenfabrik) in Niederuster, Seestrasse 98 - 102
SPORTLICHE ERFOLGE
EXPORTE / AGENTUREN
Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, England, Russland, Polen, Argentinien, Spanien, Portugal, Transvaal
LIZENZBAUTEN
Frankreich und Oesterreich-Ungarn
QUELLEN
Wikipedia
Stadt Uster Chronologie
IPZO (Industriepfad Zürich Oberland)
Swiss Car Register
Enzyklopädie-Bettelbrünneli-Collection